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Tierarzt in Aschaffenburg, Tierärzte am Schlosspark, Bild: Hund fängt Frisbee

Tierarzt in Aschaffenburg, Tierärzte am Schlosspark, Münchstraße 9, 63739 Aschafenburg, Telefon: 06021/5804091

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Dermatologie in der Kleintierpraxis

Hauterkrankungen bei Hund und Katze und Heimtieren, wie Meerschweinchen, Kaninchen und Frettchen stellen einen großen Anteil in der Kleintierpraxis dar.

Woran erkennen Sie, ob Ihr Tier ein dermatologisches Hautproblem hat?

Typische Symptome, die Sie bei Ihrem Tier je nach der vorliegenden Grunderkrankung beobachten können, sind beispielweise Juckreiz (Ihr Tier kratzt, reibt oder leckt sich auffällig viel), Schuppen, Krusten, Pusteln, Rötungen oder haarlose Stellen. Auch Veränderungen an den Ohren oder Krallen lassen sich häufig auf ein dermatologisches Grundproblem zurückführen. All diese Auffälligkeiten sprechen für eine Vorstellung in der dermatologische Sprechstunde.

Die Abklärung von Hauterkrankungen nimmt immer einige Zeit in Anspruch und in den seltensten Fällen ist eine Diagnosestellung schon nach dem ersten Besuch in der Praxis möglich. Vor allem in der Erstvorstellung des Patienten muss eine detaillierte Anamnese vorgenommen werden, in der der Tierbesitzer genau schildert, seit wann und wie sich die Symptome darstellen. Diese Angaben geben dem Tierarzt wichtige Hinweise für das weitere Vorgehen. Weiterhin stellen klinische Befunde und Ergebnisse erster diagnostischer Verfahren wichtige Informationen dar. Am besten füllen Sie hierfür den neben stehenden dermatologischen Bogen aus und bringen diesen zu Ihrem ersten Termin mit. Selbstverständlich können Sie diesen auch bei uns in der Praxis ausgehändigt bekommen und füllen ihn vor Ort aus.

Welche Arten von Hauterkrankungen gibt es denn?

Wie auch bei uns Menschen erkranken leider immer mehr Vierbeiner an verschiedenen Allergien (Allergien gegen Umweltallergene, wie Pollen und Hausstaubmilben, Futterinhaltsstoffe oder Flohspeichel). Diese Patienten leiden an Juckreiz und sind der größte Anteil der in der dermatologischen Praxis vorgestellten Tiere. Genauso führen Pilzerkrankungen oder der Befall durch Ektoparasiten zu verschiedenen Veränderungen der Haut. Endokrine Erkrankungen, also Erkrankungen mit hormoneller Ursache, oder Autoimmunerkrankungen, bei denen der Organismus körpereigene Strukturen bekämpft, können sich ebenfalls in einer Veränderung des Haarkleids darstellen.

Bild2Hund mit Fellausfall aufgrund einer seltenen Autoimmunerkrankung

Wie geht man vor, um die Ursache für eine Haut- oder Fellveränderung herauszufinden?

Mit Hilfe wichtiger diagnostischer Untersuchungsverfahren kann die Ursache die verschiedenen Hauterkrankungen gefunden werden: Durch oberflächliche und tiefe Hautgeschabsel (man schabselt mehr oder weniger tief auf der Haut des Patienten, um Proben zu gewinnen) sowie einen Klebeband-Abklatsch (ein Stück Tesafilm wird auf die Haut Ihres Vierbeiners gedrückt) kann bei Vorliegen eines Ektoparasitenbefalls (Parasiten, die in der Haut oder im Fell eines Tieres befinden) in den meisten Fällen ein positiver Befund in der mikroskopischen Untersuchung gestellt werden. Manchmal ist zusätzlich eine sog. diagnostische Therapie nötig, um dies sicher ausschließen zu können.

Für ein Trichogramm wird dem Patienten ein kleines Büschel Haare ausgezupft. Anhand der Untersuchung der Haarwurzel, des Haarschaftes und der Haarspitzen können wichtige Befunde erhoben werden. Das Aussehen der Wurzel eines Haares sagt viel über dessen aktuelles Wachstumsstadium aus. Von besonderem Interesse ist dies bei Haarausfall eines Tieres. Das Aussehen der Haarspitzen sagt dem Tierarzt, ob der Vierbeiner Fell verliert, weil er selbst kratzt oder ob es ohne dessen Zutun ausfällt.

Kratzt sich ein Tier viel an den Ohren, kann die Ursache eine Ohrenentzündung sein. Wenn eine sog. Otitis externa vorliegt, also eine Entzündung des äußeren Gehörgangs (Ohreingang bis zum Trommelfell) muss das Ohr mit einem Othoskop untersucht werden, um den Gehörgang und das Trommelfell beurteilen zu können. Weiterhin werden immer Proben vom im Ohr befindlichen Sekret genommen. Dieses Sekret wird auf einem Objektträger ausgerollt und unter dem Mikroskop untersucht (Zytologische Untersuchung). Damit wird festgestellt, ob Bakterien oder Hefepilze beteiligt sind und entsprechende Ohrentropfen zum Eingeben mitgegeben.

Fotomikroskopische Untersuchung

Foto Ohruntersuchung

Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion der Haut (Dermatophyten-Infektion) kommen ebenfalls zytologische Untersuchungen zum Zuge. Weiterhin kann eine solche Infektion über Anlegen einer Pilzkultur oder mit einer modernen mikrobiologischen Untersuchung (Polymerase-Ketten-Reaktion) diagnostiziert werden. Die Kenntnis über das Vorliegen einer Dermatophyten-Infektion ist deshalb von enormer Wichtigkeit, da es sich hierbei um eine Zoonose handelt, also eine Erkrankung, die auf den Menschen übertragbar ist. Vor allem kleine Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem sind besonders gefährdet. Verschiedene Hauterkrankungen lassen sich über die Entnahme von Biopsien diagnostizieren. Hierfür wird ihr Tier entweder an den jeweiligen Stellen an denen Hautproben entnommen werden sollen lokal betäubt oder, wenn es sich um einen sehr aufgeregten Patienten handelt, zusätzlich kurz sediert. Die Hautstanzen werden an einen Pathologen weitergeleitet, der die verschiedenen Hautschichten und spezielle Veränderungen beurteilt. Die in der Hautsprechstunde am häufigsten vorgestellten Patienten, stellen Allergiker dar. Das Hauptsymptom warum sie vorgestellt werden ist das Vorliegen von Juckreiz. Die Tiere kratzen, reiben und/oder lecken sich an verschiedenen Stellen am Körper. Es gibt drei verschiedene Arten von Ursachen für Allergien: Flohspeichelallergie, Futtermittelunverträglichkeit/-allergie, canine atopische Dermatitis. Um die eigentliche Ursache für den Juckreiz herauszufinden, sind verschiedene diagnostische Vorgehen nötig. Dazu zählen: Eliminationsdiäten (Ausschlussdiäten), bei denen ganz streng eine neue Protein- und Kohlenhydratquelle gefüttert wird und Allergietests (Serumallergietest, Intracutantest).

Foto

Ansprechpartnerin:

Tierärztin Verena Wolf

In Ausbildung zur Zusatzbezeichnung Dermatologie

 

DV

Dermatologischer Vorbericht als PDF zum Download und Ausdrucken (2 Seiten).

 

 

 

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